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Ernährungsphysiologisch günstig ist Leindotteröl aufgrund seines hohen Gehaltes an alpha-Linolensäure. Diese gehört zu den essentiellen Fettsäuren,
die vom menschlichen Organismus nicht synthetisiert werden können. Verglichen mit Rapsöl fällt der relativ niedrige Gehalt an Linolsäure gegenüber der alpha-Linolensäure auf. Ein moderater Austausch von Fettsäuren
wie Linolsäure zugunsten von alpha-Linolensäure wirkt sich günstig auf die Risikofaktoren der Arteriosklerose aus, so daß Empfehlungen inzwischen dahin gehen, diese Fettsäuren im Verhältnis zwischen 5:1 und 10:1
aufzunehmen. Bei durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten liegt die Relation gegenwärtig noch bei 15:1. Leindotteröl könnte so in der menschlichen Ernährung dazu beitragen, dieses Verhältnis zu verbessern
Botanisch gesehen wird Leindotter zur großen Familie der Brassicaceae gerechnet, zu der auch Senf, Raps, Blumenkohl, Rettich oder Grünkohl gehören. Ebenso wie beim Raps gibt es auch bei Leindotter sowohl eine
Winter- als auch ein Sommerform. Die Pflanze bildet 30 bis 120 cm hohe Stengel mit Nebentrieben aus, die in lockeren Trauben kleine gelbe Blüten tragen. Aus den Blüten entstehen birnenförmige, spitze Schoten mit 8
bis 16 Samen, die keilförmig bis langoval sind und eine gelbbraune bis rotbraune Farbe haben.
Die Samen sind mit etwa 5 mm Durchmesser sehr schmal, so daß das Tausendkorngewicht mit ca. 1,5 g gering ausfällt
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